Kreislauffähige Materialien

Kreislauffaehige-Materialien

Mit den begrenzten Ressourcen unserer Umwelt gilt es, verantwortungsvoll und nachhaltig umzugehen. Wer daraus Produkte erzeugt, muss darauf achten, dass sie möglichst lange genutzt werden können und die Werkstoffe am Ende ihres „Lebens” nicht nur recycelbar, sondern auch kreislauffähig sind.

Rohre, Formstücke und Armaturen aus duktilem Guss werden nicht, wie z. B. Kunststoffrohrsysteme, aus nur begrenzt verfügbaren fossilen Rohstoffen hergestellt, sondern aus Stahlschrott und Gussbruch, der in Europa aus vorwiegend regionalen Stoffkreisläufen bezogen wird. Nicht nur duktile Guss-Rohrsysteme schützen die begrenzten Ressourcen. Auch die Ressource Boden kann schonend verwendet werden, wenn zum vorhandenen Boden auch das richtige Rohr ausgewählt wird.

Bereits heute können und werden duktile Guss-Rohrsysteme aus bis zu 99 % Sekundärrohstoffen hergestellt. Dies spiegelt sich auf der einen Seite z. B. in der Auswertung eines großen Netzbetreibers wider: In den Jahren 2018 und 2019 wurden 2.796 t Gussrohre ausgebaut, dem Metallkreislauf wieder zugeführt und 2.646 t Gussrohre wieder neu eingebaut. Ganz nach dem Motto: es war ein Rohr, ein Formstück oder eine Armatur aus duktilem Gusseisen und wird wieder ein Rohr, ein Formstück oder eine Armatur aus duktilem Gusseisen werden. Auf der anderen Seite ist diese gelebte Kreislaufwirtschaft auch als eine Anforderung bei der Produktion von duktilen Gussrohren überprüfbar in den „Güte- und Prüfbestimmungen für Duktile Guss-Rohrsysteme“ dargestellt.

Jeder Gegenstand aus Metall wird am Ende seiner Nutzungsdauer zu Schrott, der in Deutschland flächendeckend fast vollständig erfasst und anschließend dem Recyclingkreislauf zugeführt wird. Aus vielen Alltagsgegenständen können so wieder Rohre aus duktilem Gusseisen hergestellt werden. In der deutschen Metallindustrie werden jährlich mehr als 20 Mio. t Stahl- und Eisenschrott eingesetzt, um daraus neue Produkte herzustellen. Dabei benötigt Gusseisen, das aus Stahl- und Eisenschrott hergestellt wird, einen deutlich geringeren Energie- und Rohstoffeinsatz als Produkte, die im Rahmen der Produktion auf der Basis von Eisenerz gewonnen werden. Außerdem werden durch den Einsatz von 1 t Schrott beispielsweise Treibhausgasemissionen von 1,67 t CO2 gegenüber der Verwendung von Primärrohstoffen eingespart.

Der Werkstoff Gusseisen kann auf gleicher Qualitätsstufe verlustfrei und zu 100 % immer wieder recycelt und dem Kreislauf zugeführt werden und ist damit ein echter „Wertstoff“.

Ein echter „Wertstoff“ ist auch Rockflow by ROCKWOOL. Rockflow ist ein intelligentes Wasserrückhalte- und Versickerungssystem aus Steinwolle, das zur Regulierung von Oberflächenwässern in städtischen Gebieten eingesetzt wird. Rockflow sammelt Regenwasser schnell und effizient unterirdisch, hält es zurück und leitet es schließlich zurück in den Boden oder in die Kanalisation. Dieser Ansatz entlastet enorm die städtischen Abwassersysteme. Aufgrund der Faserstruktur können die Steinwollelemente bis zu 95 % ihres Eigenvolumens an Wasser aufnehmen. Sie werden unterirdisch verlegt und sind hoch belastbar, wobei die Funktion der oberirdischen Flächen unbeeinträchtigt bleibt. Größe und Form von Rockflow-Systemen sind äußerst flexibel und anpassungsfähig.

Rockflow ist ein reines Naturprodukt aus Basaltgestein – langlebig, stark und fest. Basaltgestein gibt es in zahlreichen Regionen deutschland- und europaweit. ROCKWOOL baut es direkt in unmittelbarer Nähe seines Produktionsstandortes ab. Die in Rockflow verwendete Steinwolle ist nachhaltig produziert, und, wie duktile Guss-Rohrsysteme, nicht nur recycelbar, sondern auch kreislauffähig. Die Steinwolle-Elemente (aus Stein) dienen am Ende ihres Lebenszyklus‘ wieder als Rohstoff für neue Produkte aus Steinwolle.